Informatik, TU Wien

The information society at the crossroads – Response and responsibility of the sciences of information

„Technik für Menschen“ lautet der Wahlspruch der TU Wien. Zweihundert Jahre nach der Gründung der TU Wien ist es Zeit, innezuhalten. Wir leben im Zeitalter der globalen Probleme, die menschengemacht sind und auch von Menschen einer Lösung nähergebracht werden können. Ist die Informationsgesellschaft das Mittel, diese Probleme zu lösen? Ist es die Informationstechnologie? Oder steht die Informationsgesellschaft selber vor einer Weichenstellung?

Die Fakultät für Informatik der TU Wien ist Gastgeber eines Summits von Expertinnen und Experten aus allen möglichen wissenschaftlichen und künstlerischen Fachbereichen, aus Wirtschaft und Politik sowie von Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Das Hinausschauen über den eigenen Tellerrand und der Versuch, sich den Anderen verständlich zu machen, sind Voraussetzungen für ein Gelingen dieses Treffens.

Wie reagieren Forschung und Entwicklung auf die globalen Probleme? Geben sie Antworten? Sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst? „Responsible Research and Innovation“ sind die aktuellen Schlagworte. Können wir aber bereits Änderungen verzeichnen? Und wie können wir zu solchen Änderungen beitragen?

„The information society at the crossroads – Response and responsibility of the sciences of information“ ist der Titel der Veranstaltung, die vom 3. bis zum 6. Juni 2015 im Audi Max und im Freihaus der TU stattfinden und am 7. Juni auf einem gecharterten Schiff der DDSG ihren Abschluss finden wird.

Gesucht werden im Einzelnen Antworten auf Fragen wie

  • How do we want to live and how do we get there?
  • Emancipation or disempowerment of man?
  • The “just” war: Do military operations promote peace?
  • How smart is Big Data?
  • Capitalism versus Nature?
  • Are robots better humans?

Daneben ist Platz für grundsätzliche Diskussionen zum Informationsbegriff und neue Einsichten aus der Forschung.

Bestsellerautor Terrence W. Deacon von Berkeley, Luciano Floridi vom Oxford Internet Institute, Dirk Helbing von der ETH Zürich, der Informatiker Wojciech Szpankowski von der Purdue University, der Philosoph Kun Wu aus Xi’an und der Künstliche-Intelligenz-Forscher Yixin Zhong von der Beijing University of Posts and Telecommunications treten neben Jungforscherinnen Payal Arora aus Rotterdam, Zoe Lefkofridi aus Salzburg, Stefania Milan aus Amsterdam, Barbara Muraca von der Oregon State University und der Berliner Architektin Liss C. Werner auf. Ulrich Brand, der Leiter des Instituts für Politikwissenschaft, Rüdiger Lohlker vom Institut für Orientalistik, Kognitionswissenschaftler Markus Peschl und Katharine Sarikakis, Professorin für Media Industries, Media Organisation and Media Governance an der Kommunikationswissenschaft kommen von der Universität Wien. Schahram Dustdar und Geraldine Fitzpatrick vertreten die Professorenschaft der Fakultät für Informatik.

Weit über 300 Personen aus allen Kontinenten haben sich bereits registriert.

Der Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat die Patronanz übernommen.

Vorgängerkonferenzen fanden vor zwei Jahren in Moskau und 2010 in Peking statt, auf der der Beschluss zur Gründung der International Society for Information Studies gefasst wurde. Die neue Präsidentin der Gesellschaft, die Informatikprofessorin Gordana Dodig-Crnkovic, wird den nächsten Summit 2017 nach Göteburg bringen.