Informatik, TU Wien

Katharina Krombholz ist FEMtech-Expertin des Monats Juli

Im Juli fiel die Wahl der FEMtech-Jury auf die Informatikerin Katharina Krombholz.

Um die Leistungen von Frauen und die Wichtigkeit von weiblicher Kreativität und der weiblichen Perspektive im Technologie- und Forschungsbereich sichtbar zu machen, wählt eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreter_innen der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements eine herausragende Expertin aus der FEMtech-Expertinnendatenbank auf dem Gebiet der Forschung und Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im Juli fiel die Wahl der FEMtech-Fachjury auf die junge Forscherin Katharina Krombholz.

Die gebürtige Salzburgerin absolvierte zunächst das Masterstudium Medieninformatik an der Technischen Universität Wien, wo sie auch 2013 mit ihrem Doktoratsstudium Informatik begann. Bereits 2012 startete sie ihre Karriere als Forscherin bei SBA Research, einem Forschungsinstitut für IT-Sicherheit in Wien, gegründet von der Initiative COMET - Competence Centers for Excellent Technologies.

Benutzerfreundliche Sicherheitstechnologien

Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Katharina Krombholz damit, Sicherheitstechnologien benutzungsfreundlicher und sicherer zu gestalten. Derzeit befasst sie sich mit der Entwicklung von benutzbaren Privacy-Technologien für "Wearables" (z.B. Smartwatches oder Datenbrillen wie Google Glass). Im Rahmen eines aktuellen Projekts entwickelt sie ein Picture Privacy Policy Framework (P3F), das dazu beitragen soll, das Problem der "analogen Lücke" zu lösen: Die Verbreitung von Digitalkameras in mobilen Geräten sowie die internetbasierte Veröffentlichung von Fotos auf Plattformen führten zu einem massiven Anstieg von Fotos mit unbeabsichtigt oder unfreiwillig fotografierten Menschen. P3F macht es möglich, selbstgewählte Beschränkungen über die Publizierbarkeit von Fotos in Textilmuster hinein zu kodieren. Ziel des Projektes ist es, Wege aufzuzeigen, um die analoge Lücke zwischen Fotografien im öffentlichen Raum und zufällig fotografierten Individuen zu schließen.

Um jungen Frauen Technik näher zu bringen, gestaltet Katharina Krombholz den Workshop "Sicherheit im Internet - Facebook, WhatsApp, Instagram & Co". Dieser Workshop wird im Rahmen des Projekts "genderfair" der TU Wien in Kooperation mit dem wienXtra-ferienspiel angeboten und richtet sich an zehn- bis 14-jährige Mädchen.

Hinsichtlich der Thematik Frauen in Naturwissenschaft und Technik ist die junge Forscherin der Meinung: "Ich habe mich als Frau in einem technischen Beruf eigentlich immer sehr wohl gefühlt. Die Zeit ist definitiv reif für Frauen in dieser männerdominierten Branche, und ich habe mich von meinen männlichen Kollegen immer respektiert und geschätzt gefühlt, auch wenn es natürlich Ausnahmen gab. Wichtig finde ich jedoch auch, dass es weibliche Vorbilder in der Informatik gibt. Mein Ziel ist es deshalb, ein Vorbild für den Forscher_innenachwuchs zu sein."

FEMtech-Expertinnendatenbank

Mit der monatlichen Expertinnenwahl stellt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie seit 2005 Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank vor, die sich erfolgreich im Technologie- und Forschungsbereich etabliert haben. Das ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" sowie zur FEMtech-Expertinnendatenbank finden Sie auf www.femtech.at

Quelle: Waltrud Rumpl | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie