Informatik, TU Wien

Breaking the Wall

TU Wien, Fakultät für Informatik erstmals als Hauptantragstellerin bei einem FWF-PEEK (Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste) Projekt erfolgreich.

Breaking the Wall

Spielerische Interfaces und künstlerische Praxis zur Beteiligung des Publikums an Konzerten und Live-Performances

Publikumsbeteiligung ermöglicht allen Beteiligten bei Konzerten diese auf unterschiedliche Weise mit zu gestalten. Es existieren bereits zahlreiche Beispiele von Spielen und Medienkunstwerken in denen Benutzereingaben zur Beeinflussung von Musikstrukturen verwendet werden. Das künstlerische Potential für Musiker aber auch Zuhörer ist bei derartigen Systemen hoch. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich von Sensoren und Interfaces und die damit verbundenen Möglichkeiten schreiten schnell voran. Eine strukturierte Evaluation auf kreativer Ebene, die das volle Potential erforscht, fehlt jedoch bisweilen.

Forschungsfrage

“Welche neuen oder veränderten künstlerischen Ausdrucksformen kann die Verwendung von Technologien zur Beteiligung des Publikums an Konzerten aus dem Bereich der Populärmusik hervorbringen”.
Um diese Frage zu beantworten und die damit in Verbindung stehenden kreativen Prozesse zu beleuchten, ist es Ziel des Projekts sowohl Künstlern also auch dem Publikum neue Technologien zur Beteiligung des Publikums zur Verfügung zu stellen. Diese Entwicklungen ermöglichen den Künstlern mehr Ausdrucksfähigkeit und binden gleichzeitig das Publikum in das Konzert ein. Die Systeme werden in drei Live-Perfomances bei einer Veranstaltung aus dem Bereich der Populärmusik eingesetzt und durch eine Fokusgruppe, Fragebögen, quantitative Logbuchdaten und Videoanalyse evaluiert. Dadurch werden Parameter der Akzeptanz, neuer musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten und der veränderten Erfahrung der Musik erhoben.
Das Projektteam ist fachlich hoch qualifiziert und interdisziplinär aufgestellt, um den Herausforderungen des Projets entsprechend gewachsen zu sein. Es besteht aus vier populären Künstlern und Forschern aus verschiedenen Feldern wie Medienkunst, Computerwissenschaften, Human-Computer-Interaction, Game Design, Musikwissenschaft und Musikethnologie.
Die Ergebnisse des Projekts sind von Relevanz und Interesse für Kunst, Musik und Technologie. Sie bringen neue Einsichten in die einzigartige Beziehung zwischen Musikern und deren Publikum und Ausdrucksformen auf denen zukünftige Kunstprojekte und Technologien aufbauen können. Die Sichtbarkeit von experimentellen Zugängen in der Live-Musik soll zusätzlich zur öffentlichen Aufführung von drei Konzerten durch ein abschließendes Symposium im Ars Electronica Center, einer detaillierten Online-Dokumentation und Medienberichterstattung wesentlich gesteigert werden.

Projektleitung

Dr. Fares Kayali
Institut für Gestaltungs und Wirkungsforschung
TU Wien

Projektpartner

Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung
Universität für angewandte Kunst Wien

Universität für Musik und Darstellende Kunst