Informatik, TU Wien

WWTF fördert Logik-Projekt

Mit Mitteln des WWTF analysiert Univ. Prof. Agata Ciabattoni sakrale Texte aus Indien.

Logik und heilige Texte? Was auf den ersten Blick schwer vereinbar klingen mag, verbindet sich im Forschungsprojekt von Agata Ciabattoni zu einer spannenden Forschungsfrage.

Die Professorin am Institut für Computersprachen forscht als Principal Investigator im Projekt "Reasoning Tools for Deontic logic and Applications to Indian Sacred Texts" zur mathematischen Analyse der deontischen Logik in sakralen indischen Texten. Hierbei geht es um normative Begriffe wie Verpflichtung oder Erlaubnis. Mit Hilfe logischer Argumentations-Tools analysiert Ciabattoni die sogenannte Mimamsa Schule, welche großen Einfluss auf die indische Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaft hat, jedoch nach wie vor wenig erforscht ist. 

Die erarbeiteten Argumentations-Tools sollen nicht nur in der Analyse sakraler Texte anwendbar sein, sondern auch in anderen Feldern zur Anwendung kommen. Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz (AI) könnten diese im Zusammenhang mit ethischen Fragen hilfreich sein, erklärt Ciabattoni. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kultur- und Geistes­geschichte Asiens (IKGA) der Österreischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Förderung in der Kategorie "Mathematik und ..."

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) fördert dieses Jahr in der Kategorie "Mathematik und…" vier Projekte von Angehörigen der TU Wien, darunter auch das Projekt von Ciabattoni.