Informatik, TU Wien

i²c Networking Friday: Forschung trifft Unternehmergeist

Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltung für Gründer_innen und Durchstarter_innen

Am 24.2.2017 fand im Kuppelsaal der TU Wien der dritte „Networking Friday“ des „Innovation Incubation Center“ (i²c) statt. Mehr als 350 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis tauschten sich über innovative Produktideen, Unternehmensgründungen und die Rolle, die die Universität in der digitalen Transformation spielen sollte, aus.

Das i²c bietet Studierenden und Wissenschaftlern der TU Wien eine umfassende Unterstützung bei der Gründung von Startups, die darauf basieren, wegweisende Forschungsergebnisse in attraktive und gewinnbringende Produkte zu verwandeln. Die Unterstützung basiert dabei auf vier zentralen Säulen. Zunächst gilt es, die Wissenschaftler dafür zu begeistern („inspire“), ein Unternehmen zu gründen, das ihnen die reizvolle Möglichkeit gibt, die praktische Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse zu begleiten. 

Rückenwind für die Unternehmensgründung

Da Ingenieure und Naturwissenschaftler häufig mit den betriebswirtschaftlichen Feinheiten von Unternehmen und Märkten wenig vertraut sind, ist ein dediziertes Lehrprogramm („educate“) – getragen von renommierten in- und ausländischen Dozenten – darauf gerichtet, wesentliche Grundlagen für einen erfolgreichen Start ins Unternehmertum zu vermitteln. Dazu gehören auch Methoden, die die systematische Entwicklung von Produktinnovationen aus Forschungsergebnissen unterstützen („innovate“). Schließlich erfordert eine erfolgreiche Unternehmensgründung auch die Vernetzung mit Akteuren, deren Unterstützung benötigt wird, wie etwa Investoren oder anderen Unternehmensgründern („connect“). Der „Networking Friday“ dient vor allem diesem letzten Aspekt. Dr. Birgit Hofreiter, die Direktorin des i²c, weist dabei auf zwei zentrale Ziele der Veranstaltung hin. Einerseits dient sie dazu, das große Potential der Forschung an der TU Wien zu verdeutlichen. Dabei geht es nicht allein um innovative Produkte, sondern umfassender um den Beitrag, den eine renommierte technische Universität für das Gelingen der digitalen Transformation leisten kann. Zum anderen soll der „Networking Friday“ Menschen zusammenbringen, die mit unterschiedlichen Kompetenzen und Ressourcen zum Gelingen einer Unternehmensgründung beitragen können. 

Podiumsdiskussion: Rolle der Universitäten

Eine Podiumsdiskussion leitete am Vormittag die Veranstaltung ein. Es ging dabei um die wichtige Frage, ob die Universität die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv fördern sollte oder sich auf die Rolle eines Beobachters beschränken sollte. Die Diskussionsteilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft waren sich einig, dass der Universität als Wiege von wissenschaftlicher Erkenntnis und Innovation eine tragende Rolle bei der Gestaltung der Transformation zukommt, dass die Universität ihre Rolle in diesem Prozess aber noch finden muss. In jedem Fall seien Initiativen wie sie die TU Wien mit dem i²c verfolgt, als sehr sinnvoll anzusehen.

Investitionen über den Tellerrand hinaus

Während des „Networking Lunch“ hatten 22 Forschungsgruppen der TU Wien die Gelegenheit den Teilnehmern aktuelle Forschungsergebnisse mit hohem Innovationspotential vorzustellen. Der Nachmittag war einem Wettbewerb („Pitch Challenge“) gewidmet, in dem 10 ausgewählte Projekte, die zuvor ein dreitägiges Bootcamp - die i²c StartAcademy - durchlaufen haben, um die Gunst der anwesenden Investoren warben und wurde von Dr. Tim Hart, Universität Oxford, mit seiner Keynote zum Thema wissenschaftliches Unternehmertum eingeleitet. In der Jury fand sich die Creme de la Creme der österreichischen Startup-Investoren und –förderer (2Min2Mio Investor Michael Altrichter, AAIA, Startup300, Speedinvest, PioneersVentures, GIN/goInternational, aws Gründerfonds, aws JumpStart).

Preisverleihung: Inspiration hoch fünf 

Insgesamt wurden fünf Preise vergeben: Der mit €5000,- dotierte Preis, eine Teilnahme an einem dreiwöchigen Acceleratorprogramm in Tel Aviv (gesponsort von GIN/goInternational) für das beste Gesamtkonzept, ging an „CellView“. „DataBot“ gewann das ebenfalls mit € 5000,- dotierte i²c Verwertungsstipendium im TU Wien i²nkubator für das vielversprechendste Doktoratsergebnis, gesponsort von KPMG sowie einen Geldpreis von € 1000,- von Startup300. „Tetragon“ erhielt den Innovationspreis, der mit 2 Tickets für das Pioneers Festival prämiert wurde. „Huber Scientific“ überzeugte die Austrian Angel Investment Association (aaia) und wurde in der Kategorie Kommerzielle Rentabilität ausgezeichnet.