Informatik, TU Wien

TU Informatik ist neuer Partner des CARS Lab Darmstadt

Cybersecurity als zentrales Thema der internationalen Kooperation

Die rasenden Entwicklungen auf dem Gebiet der autonomen Systeme werfen zahlreiche neue Forschungsfragen auf: Verschiedenste Aspekte von Security über Algorithmik bis hin zu Functional Safety müssen in die Forschung innovativer Technologien einfließen. Dafür braucht es verstärkte internationale und fachübergreifende Zusammenarbeit. Dieser Erkenntnis folgt die neue Initiative “Collaborative Autonomous & Resilient Systems” (CARS). Fünf internationale Projektpartner, darunter die Fakultät für Informatik der TU Wien, beschäftigen sich dabei mit der Verbesserung von autonomen Systemen und deren Widerstandsfähigkeit. Obwohl der Projektname CARS an selbstfahrende Autos erinnern mag, reicht die Palette viel weiter und umfasst etwa auch Soft- und Hardware für Drohnen und Roboter.

Angriff & Verteidigung: TU Informatik punktet mit Functional Safety

„Beim Thema Automatisierung reicht die Betrachtungsweise einer wissenschaftlichen Community nicht mehr aus“, weiß auch Andreas Steininger vom Institut für Technische Informatik. Er wurde von Intel als Principal Investigator ausgewählt und erhält für das erste Projektjahr insgesamt 100.000 US-Dollar, um die Kollaboration der insgesamt fünf Projektpartner mitzugestalten. „Die Forschungsteams werden mit Intel-Teams auf dem Campus zusammenarbeiten, um neuartige und innovative, widerstandsfähige und sichere autonome Systeme zu entwerfen“, heißt es in einem Statement von Intel. Die TU Wien werde demnach „mit ihrer Erfahrung bei der Gestaltung fehlertoleranter Systeme beitragen“. Besonders nicht konventionelle Hardwarearchitekturen, die sowohl energieeffizient als auch widerstandsfähig gegen Fehler und Angriffe sind, gehörten zur Stärke des Wiener Projektpartners, heißt es weiter.

Steininger sieht im CARS Lab den mutigen aber notwendigen Schritt von Seiten der Industrie, den ForscherInnen Ressourcen ohne große Restriktionen zur Verfügung zu stellen, um ein langfristiges Vertrauensverhältnis zwischen den Projektpartnern zu schaffen. Gemeinsam mit den TU-Institutskollegen Ulrich Schmid und Muhammad Shafique wird Steininger vor allem Know-how im Bereich Functional Safety einbringen. Im Vergleich zum Thema Security, das sich vorwiegend auf Datensicherheit bezieht, nehmen ExpertInnen der Functional Safety die Auswirkungen und Bedrohungen für Mensch und Umwelt in den Fokus, erklärt Steininger. „Im Grunde geht es uns darum, alle Arten von Fehlverhalten schnell zu erkennen und zu beherrschen.“ 

Kick-off im Oktober

Das erste Treffen der Projektpartner findet am 17. Oktober an der TU Darmstadt statt. Dort liegt auch die Koordinationsstelle der Initiative. Neben Darmstadt und Wien sind auch die Aalto University (Finnland), Ruhr-Universität Bochum (Deutschland) und die Luxembourg University (Luxemburg) Teil des Projekts. 
Weitere Informationen zum CARS Lab sowie zur internationalen Zusammenarbeit der Projektpartner finden Sie in der Aussendung der TU Darmstadt.