Informatik, TU Wien

Mit Frauenpower die Digitalisierung gestalten

Immer mehr Wissenschafterinnen öffnen die Informatik für interdisziplinäre Forschungsfragen der Digitalisierung und engagieren sich für Chancengleichheit.

Es werde Licht, spricht Silvia Miksch und beginnt mit ihrer Arbeit. Die Informatikerin leitet das in Wien ansässige Laura-Bassi-Zentrum CVAST und erforscht innovative Methoden, um Licht in die tägliche Datenflut zu bringen. Damit lassen sich komplexe Datenberge interpretieren und in einfache, bewegte Bilder fassen. In der Medizin könne man mit diesen Techniken etwa Krankheitsgeschichten besser darstellen und Zusammenhänge erkennen, erklärt Miksch in einem jüngsten Artikel des "Standard" zur Frage, wie Frauen in der Forschung gefördert werden können.

Miksch, die an der Fakultät für Informatik am Institut für Softwaretechnik und interaktive Systeme (ISIS) arbeitet, ist eine von acht Leiterinnen der Laura Bassi Centres (LBC) – benannt nach der italienischen Philosophin und Physikerin Laura Bassi, erste Professorin an einer europäischen Universität. Damit fördert das Wirtschaftsministerium seit 2009 Forscherinnen, die besonders interdisziplinäre Fragestellungen in den Bereichen der Naturwissenschaften oder Technologie bearbeiten. Bei einer Podiumsdiskussion im Oktober zogen u.a. die Projektleiterinnen der Zentren nach ihren Forschungsprojekten Bilanz  - nachzulesen in einem Beitrag der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth zufolge setzten die Laura Bassi Zentren "auf Chancengleichheit sowie eine neue
Forschungskultur ", in der Digitalisierung und Chancengerechtigkeit weiterentwickelt werden sollen.  2018 laufen die letzten Projekte aus. Damit schließen auch die Laura Bassi Zentren. Unter dem Thema Digitalisierung sollen jedoch neue Projekte gefördert werden. Deren Finanzierung liegt zwar noch im Dunkeln; ein entsprechender Antrag wurde allerdings schon bei der Nationalstiftung eingereicht.