Informatik, TU Wien

Video-Wettbewerb: Algorithmen in 60 Sekunden

Neuer Anmeldeschluss: SchülerInnen von der 5. bis 13. Schulstufe können sich noch bis 25. April für das Projekt anmelden.

Kein Zweifel: Eine neue Welle der Digitalisierung ist dabei, unsere Welt zu verändern. Intelligente Computer im Wohnzimmer erledigen auf unseren Sprachbefehl hin Bestellungen im Internet, in der Industrie übernehmen Roboter immer kompliziertere Aufgaben und bald werden uns selbstfahrende Autos sicher durch den Stadtverkehr navigieren. In dieser neuen, digitalisierten Welt werden digitale Kompetenzen immer wichtiger.

Kurzvideos zur digitalen Welt gesucht

Um junge Menschen zu motivieren, sich mit dem großen bestimmenden Zukunftsthema der Algorithmen auseinanderzusetzen, schreibt das Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA) der TU Wien nun einen Jugend-Videowettbewerb aus. Gesucht werden Kurzvideos mit einer Länge von maximal 60 Sekunden. Sie sollen sich inhaltlich mit ganz grundlegenden Fragen über die digitale Welt beschäftigen:

  • Was sind Algorithmen und wie funktionieren sie?
  • Gibt es Algorithmen außerhalb des Computers?
  • In welchen Bereichen können Algorithmen sinnvoll eingesetzt werden?
  • In welchen Bereichen können Algorithmen die Menschheit weiterbringen?
  • Was sind mögliche Gefahren beim Einsatz von Algorithmen?

Einsendeschluss: 15. Mai 2018

Einzel- und Gruppenanmeldungen sind ab sofort in zwei Altersklassen möglich – in der Kategorie von der 5. bis zur 8. Schulstufe und von der 9. bis zur 13. Schulstufe. Bis 25. April 2018 sollen die Projekte angemeldet werden, der Einsendeschluss für die Videos ist der 15. Mai 2018, Ende Juni 2018 werden die Geld- und Sachpreise (in der Höhe von insgesamt über 6000 Euro) feierlich vergeben. Nur kohlenstoffbasiertes Leben ist teilnahmeberechtigt, künstliche Intelligenzen dürfen nicht mitmachen – zumindest diesmal noch.

Mensch, Computer und Gesellschaft

„In Zukunft werden neun von zehn Jobs digitale Fähigkeiten erfordern.“ Diese Prognose von Tibor Navracsics, dem Europäischen Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, nimmt man an der Fakultät für Informatik der TU Wien ernst: Im Jahr 2013 gründeten hier Prof. Helmut Veith (1972-2016) und Prof. Stefan Szeider das Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA), um Wien noch stärker als internationales Zentrum der Informatik-Forschung zu etablieren und dabei auch Debatten über aktuelle Fortschritte der Computerwissenschaften und Auswirkung auf die Gesellschaft anzustoßen.
Gerade im Bewusstsein der jüngeren Generation soll die Informatik stärker verankert werden. Es geht dabei um eine Förderung des kritischen und kreativen Umgangs mit digitalen Medien, um die Vermittlung des informatischen Denkens und um das reflektierte Nachdenken über das Zusammenspiel aus Informationstechnologie, Mensch und Gesellschaft.

Die Auseinandersetzung mit Algorithmen und ihrer Bedeutung für die digitalen Welt muss früh beginnen“, sind die beiden Leiter des VCLA, Stefan Szeider, Professor für Algorithmen und Agata Ciabatonni, Professorin für Logik, überzeugt. „Wir möchten daher auch gezielt Verbindungen zwischen Universitäten und Schulen schaffen, um Lehrerinnen und Lehrern neue Möglichkeiten zu bieten, Grundkenntnisse über Digitalisierung und Algorithmen auf kreative Weise zu vermitteln.“

Aufruf für LehrerInnen

Es ist daher ausdrücklich erwünscht, dass Beiträge zum Videowettbewerb im Unterricht besprochen und erarbeitet werden. Für die Teilnahme am Wettbewerb vergibt die Initiative eEducation Austria des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung an die teilnehmenden Klassen 10 Punkte für die „eEducation Badges“. 

In Gruppen, mit Freunden oder allein – erlaubt ist dabei vieles – vom Mini-Spielfilm bis zum Animationsfilm, gefilmt mit einer Vidoekamera oder einfach mit dem Smartphone. Auch thematisch sind keine engen Grenzen gesetzt – von der technischen Überlegung bis zur Zukunftsfantasie über die digitale Gesellschaft von morgen ist alles erlaubt. 

Unterstützt wird der Videowettbewerb von eEducation Austria, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Science Center Netzwerk und Future Learning Lab (Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI)). 

Mehr zum Wettbewerb

[Text: Mihaela Rozman, Vienna Center for Logic and Algorithms, TU Wien / Florian Aigner, Büro für Öffentlichkeitsarbeit, TU Wien]