Informatik, TU Wien

Verleihung des Siemens Dissertationsstipendiums der Fakultät für Informatik

Ausgezeichnet wurden DI Fares Kayali und DI Mag. Marco Zapletal

Bei der Promotionsfeier am 23. Jänner 2009 fand im feierlichen Rahmen die Überreichung des „Siemens Dissertationsstipendiums der Fakultät für Informatik“ durch Dekan Gerald Steinhardt und Dozent Michael Heiss statt. Ausgezeichnet wurden dabei heuer DI Fares Kayali und DI Mag. Marco Zapletal.

Fares Kayali

Fares Kayali, der seine Dissertation am Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung macht, beschäftigt sich mit Forschungsfragen im Bereich Interaktiver Systeme, im konkreten mit dem Einsatz von Musik in interaktiven Applikationen wie etwa Computer- und Videospielen. In dieser noch jungen akademischen Disziplin liegt die Herausforderung in der Formulierung grundlegender Modelle und Terminologien, die es ermöglichen digitale Spiele beschreiben, analysieren und gestalten zu können. Aufbauend auf den theoretische Grundlagen der Informatik und Medienwissenschaft erforscht Kayali die technischen Grundlagen für den Einsatz von Musik in interaktiven Applikationen. Fares Kayali ist derzeit am SAE College Vienna beschäftigt, wo er zusätzlich zu seinem Informatik-Studium eine Ausbildung als Multimedia Producer abgeschlossen hat und wo er nun auch unterrichtet. Fares Kayali hat ein 6-monatiges Überbrückungsstipendium erhalten, das ihm einen rascheren Abschluss seines Studiums ermöglichte.

Marco Zapletal

Der zweite Preisträger, Marco Zapletal, beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem Arbeitstitel "A Holistic Method for Model-Driven B2B Integration: From Business Values over Business Collaborations to Deployment Artifacts.” mit einer gesamtheitlichen modell-getriebenen Methode für das Design und die Implementierung von inter organisationalen Geschäftsprozessen (so genannten B2B-Prozessen). Basierend auf wohl definierten Geschäftsmodellen können mittels dieser Methode konsistente Geschäftsprozessmodelle erstellt werden. In weiterer Folge werden diese Modelle semi-automatisch zu ausführbaren Programmen abgeleitet. Die Methode beschleunigt die Entwicklung von B2B Lösungen durch die Reduzierung der Entwicklungskomplexität und der durchgehenden Verwendung von Modellartefakten. Zapletal erhält zur Unterstützung seiner Arbeit ein Forschungsstipendium für einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der Technischen Universität Eindhoven.

Mit dem Stipendium unterstützt und fördert die Firma Siemens als einer der wichtigsten Technologiekonzerne in Österreich den wissenschaftlichen Nachwuchs der Fakultät für Informatik. Insbesondere sollen durch Forschungsaufenthalte die Internationalisierung der Forschung gefördert und hervorragend ausgewiesene berufstätige Dissertantinnen und Dissertanten bei der Fertigstellung ihrer Dissertation unterstützt werden. Das Stipendium wird jährlich ausgeschrieben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Zuerkennung des Stipendiums erfolgt über den Dekan der Fakultät für Informatik, Prof. Gerald Steinhardt.