Informatik, TU Wien

Antrittsvorlesungen S. Szeider und H. Veith

"Neue multivariate Methoden für algorithmische Probleme der Computational Intelligence" und "Logik gegen Computerfehler"

PROGRAMM

  • 16:00 | Begrüßung
    Prof. Dr. Gerald Steinhardt, Dekan der Fakultät für Informatik
  • Logik gegen Computerfehler
    Prof. Dr. Helmut Veith
  • Neue multivariate Methoden für algorihmische Probleme der Computational Intelligence
    Prof. Dr. Stefan Szeider

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Neue multivariate Methoden für algorihmische Probleme der Computational Intelligence

Prof. Dr. Stefan Szeider

Abstract

In seiner Antrittsvorlesung wird Prof. Szeider die Grundzüge eines neuen multivariaten Ansatzes zu Entwurf und Analyse von Algorithmen umreißen. In nahezu jedem realen Problemfeld wissen wir mehr über die Eingabe als ihre Größe in Bits. Der neue Ansatz berücksichtigt dieses Wissen und erlaubt realistischere theoretische Modelle - die Kluft zwischen Theorie und Anwendung wird verkleinert. Prof. Szeider hat in seiner jüngsten Forschungsarbeit vor allem algorithmische Probleme der Computational Intelligence unter dem neuen multivariaten Ansatz untersucht und wird einige Ergebnisse exemplarisch vorstellen.

Biographie

Stefan Szeider promovierte 2001 an der Universität Wien in Mathematik. Danach ging er als Erwin-Schrödinger-Stipendiat für zwei Jahre nach Kanada, wo er an der University of Toronto in der Forschungsgruppe von Professor Stephen A. Cook arbeitete. 2004-2009 lehrte er in Großbritannien an der University of Durham, wo er verschiedene Forschungsprojekte leitete und das Readership in Computer Science erhielt. 2009 gewann Szeider einen mit über 1.4 Millionen Euro dotierten Starting Grant vom European Research Council (ERC). Seit Jänner 2010 ist Szeider Professor für Discrete Reasoning Methods an der TU Wien.

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Logik gegen Computerfehler

Prof. Dr. Helmut Veith

Abstract

Fehler in Programmen sind gefährlich. Durch den massiven Einsatz von Computern in industriellen Anlagen, in Fahrzeugen, Flugzeugen, Kraftwerken und Geräten des täglichen Gebrauchs wächst die Verantwortung der Informatik ebenso wie die Gefahr, die von falsch programmierten Computern ausgeht. Deshalb entwickelt die Informatik spezielle Programme zur Erkennung kritischer Fehler.

Dieser wichtigen Aufgabe stehen jedoch mathematische Gründe entgegen: Schon in den 30er Jahren zeigte Alan Turing, dass ein Computer selbst einfache Programmfehler nicht verlässlich erkennen kann. Der aktuellen Forschung ist es gelungen, diese vermeintliche Grenze mit Hilfe logischer Verfahren wie Model Checking zu überwinden. Der Vortrag berichtet von dieser Erfolgsstory der Informatik.

Biographie

Helmut Veith, geboren 1971, studierte Computationale Logik und Informatik an der TU Wien. Nach seiner Promotion sub auspiciis praesidentis im Jahr 1998 war er zunächst als Visiting Scholar an der Carnegie Mellon University (Pittsburgh, USA) tätig. Sein weiterer Karriereweg führte ihn 2003 als Professor an die TU München, bevor er im Jahr 2008 auf den Lehrstuhl für „Formal Methods in Systems Engineering“ an die TU Darmstadt berufen wurde. Helmut Veith ist nach wie vor als Adjunct Professor mit der School of Computer Science der Carnegie Mellon University eng verbunden. Seit Dezember 2009 arbeitet er als Professor an der TU Wien.