Informatik, TU Wien

Like Hollywood Cinema Without Independent Film?

Zur Ästhetik, Ökonomie und Kultur der Independent-Games

In vielen Mediensektoren werden kulturelle Produkte und/oder die Formen ihrer Finanzierung und Produktion sowie ihres Vertriebs und ihrer Auswertung als „unabhängig“ deklariert. Auch auf dem Gebiet der Computerspiele ist das Independent-Konzept längst fester Bestandteil kultureller Diskurse und Praxen geworden, allerdings deutlich weniger ausgeprägt als etwa im Film- oder Musikbereich. Nicht umsonst hat der Spieletheoretiker und -designer Eric Zimmerman einen Essay in Game On. The History and Culture of Videogames (2002) mit der Frage betitelt: „Do Independent Games Exist?“ Dabei scheint die Antwort einfach zu sein: Selbstverständlich existieren Independent-Games, auch wenn sie in der Öffentlichkeit tatsächlich noch eher unbekannt, im kommerziellen Handel kaum vertreten sind und in den seltensten Fällen Profite erwirtschaften. Im Rahmen des Beitrags soll diese nahezu unerforschte kulturelle Sphäre in Form einer ersten Annäherung erkundet und das Konzept „Independent-Games“ mit dem (amerikanischen) Independent-Film verglichen werden.

In der Vortragsreihe "About Digital Games" laden die Organisatoren - Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung und institut für Computergraphik und Algorithmen - in unregelmässigen Abständen österreichische und internationale ExpertInnen zu Vorträgen über verschiedene Aspekte von digitalen Spielen ein. Ziel der Reihe ist die Anregung eines breiten und interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurses über Video- und Computerspiele.