Informatik, TU Wien

Erfolge für Informatik-Projekte bei WWTF-Call 2011

Erstmals fördert der Wiener Wissenschafts- und Technologie Fonds (WWTF) im IKT-Bereich mit der Einrichtung von "Vienna Research Groups for Young Investigators" zwei Group Leader für fünf Jahre: Beide erfolgreichen Projekte sind an der Fakultät für Informatik angesiedelt und holen die Spitzenforscher Georg Weissenbacher und Ivan Viola nach Wien.

Georg Weissenbacher (dzt. Princeton University) wird das Projekt "Heisenbugs: From Detection to Explanation" am Institut für Informationssysteme realisieren. Der zweite Antrag, der sich durchgesetzt hat, ist das Projekt "Visual Computing: Illustrative Visualization" von Ivan Viola (dzt. University of Bergen), der am Institut für Computergraphik und Algorithmen forschen wird. Beide Projekte werden mit jeweils 1,5 Millionen Euro vom WWTF gefördert.

Mit dem Förderschwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT) verfolgt der WWTF die gezielte Stärkung von Spitzenforschung in Wien. Die "Vienna Research Groups for Young Investigators" werden nun erstmals als Förderinstrument im Rahmen des IKT-Förderschwerpunktes eingesetzt.

Doppelt erfreulich ist die Entscheidung der international besetzten Jury: Sie vergibt beide Group Leader-Positionen an ausgezeichnete Wissenschafter, deren Projekte an der Fakultät für Informatik angesiedelt sind.

Siegerprojekte

Die Siegerprojekte der WWTF-Ausschreibung 2011 im Bereich "Informations- und Kommunikationstechnologien" sind:

  • Heisenbugs: From Detection to Explanation

Dass Fehler in Computercodes bei näherer Untersuchung plötzlich nicht mehr erkannt werden, wird nach Werner Heisenbergs Unschärfeprinzip als „Heisenbug“ bezeichnet. Mit seinem Team wird
G. Weissenbacher neue logisch-mathematische Methoden anwenden, um Fehlerursachen in Programmen zu ermitteln, ohne dabei drastisch in das bestehende Programm etwa durch Code-Änderungen einzugreifen.

Gruppenleiter: Georg Weissenbacher
Institut für Informationssysteme

  • Visual Computing: Illustrative Visualization

Automatisierte Mikroskope (sog. Computational Microscopes) visualisieren komplexe physiologische Prozesse, unabhängig von zeitlichen und räumlichen Faktoren. Diese interaktiven Visualisierungstechniken ermöglichen eine absolut realitätsgetreue Beobachtung biologischer und medizinischer Prozesse sowie deren Vergrößerung. Genau hier knüpft I. Viola an: Er wird mit seinem Team neuartige automatisierte Visualisierungsmethoden entwickeln.

Gruppenleiter: Ivan Viola
Institut für Computergraphik und Algorithmen