Informatik, TU Wien

Initiative "Schlüsseltechnologie Informatik" gestartet

Die Kapazitätsgrenzen an der Fakultät für Informatik sind in der Lehre seit Jahren überschritten. Mit der Initiative "Schlüsseltechnologie Informatik" macht die Fakultät jetzt auf die Budgetproblematik aufmerksam und hat dazu eine eigene Website gelauncht. Diese informiert über Hintergründe und geplante Maßnahmen.

Die Kapazitätsgrenzen an der Fakultät für Informatik der TU Wien in der Lehre sind seit Jahren überschritten. Die MitarbeiterInnen bilden unter prekären Ressourcenbedingungen und einer permanenten Überbelastung mehr als die Hälfte (>50%) aller Informatik-Studierenden in Österreich aus – und das, obwohl es in Österreich sechs weitere universitäre Informatikstandorte gibt. Zusätzlich erbringen diese MitarbeiterInnen hervorragende wissenschaftliche Leistungen, die die Fakultät unter die Top-10 in Europa einreihen.

Um auf die Budgetproblematik aufmerksam zu machen, startet jetzt die Initiative „Schlüsseltechnologie Informatik“ mit zahlreichen begleitenden Maßnahmen. Auf einer eigenen Website, die heute gelauncht wurde, informiert die Fakultät über Hintergründe und geplante Maßnahmen.

Anpassung Studierendenzahlen an vorhandene Ressourcen

Vor dem Hintergrund mangelnder personeller und finanzieller Ressourcen hat sich die Fakultät für Informatik für die Aufrechterhaltung einer Lehr- und Forschungsumgebung entschieden, die sicherstellt, dass bei einer der wichtigsten Schlüsselkompetenzen der heutigen Wirtschaft – der Informatik – Qualität und Zukunftsperspektive die wichtigsten Kriterien bleiben.

Ab Wintersemester 2012 müssen daher die Studierendenzahlen an die vorhandenen Kapazitäten angepasst werden. Konkret heißt dies, dass ohne zusätzliche Ressourcen ab Herbst 2012 ungefähr 420 StudienanfängerInnen pro Studienjahr Platz in den Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres finden werden (bisher waren es über 1000 StudienanfängerInnen pro Jahr). Mehr sind nach derzeitiger Lage nicht qualitätskonform betreubar.

Jeder Euro hilft

Die Fakultät für Informatik kooperiert in zahlreichen wissenschaftlichen Projekten mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und Wirtschaft - auch mit Klein- und Mittelbetrieben.

Zusätzlich zu den klassischen Kooperationsmöglichkeiten bietet die Fakultät für Informatik jetzt auch neutrale Studienpatenschaften in unterschiedlicher Höhe an.