Informatik, TU Wien

JungwissenschafterInnen holen Preise bei Knowledge Representation-Tagung

WissenschafterInnen vom Institut für Informationssysteme stellen die führende Rolle im Forschungsbereich Knowledge Representation unter Beweis: Bei der wichtigsten Tagung zur Wissensrepräsentation – der 13. International Conference on Principles of Knowledge Representation and Reasoning – war die Fakultät für Informatik heuer in Rom mit insgesamt neun Papers vertreten.

Mit den Vorträgen der Teams rund um hochkarätige Wissenschafter wie Georg Gottlob, Reinhard Pichler und Hans Tompits präsentierte die Fakultät für Informatik ein breites Themenspektrum und Ergebnisse aktueller Fragen in den Bereichen Wissensrevision, Logikprogrammierung und Beschreibungslogiken. Besonders hervorzuheben sind auch die Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses: Der Beitrag „Complexity-Sensitive Decision Procedures for Abstract Argumentation“ von den PhD-Studenten Wolfgang Dvořák und Johannes P. Wallner sowie deren Betreuer Stefan Woltran und Matti Järvisalo (Univ. Helsinki) wurde mit dem Distinguished Student Paper Prize ausgezeichnet. Auch beim zeitgleich stattfindenden 14. International Workshop on Non-Monotonic Reasoning waren Sarah A. Gaggl und Wolfgang Dvořák erfolgreich: Die beiden ProjektassistentInnen der Fakultät gewannen mit dem Paper „Incorporating Stage Semantics in the SCC-recursive Schema for Argumentation Semantics“ den Best Student Paper Prize.

Knowledge Representation and Reasoning (KR&R) gehört zu den zentralen und innovativsten Bereichen der heutigen Informatikforschung. Der praktische Nutzen aus entwickelten Technologien der Wissensrepräsentation deckt zahlreiche Bereiche – von der künstlichen Intelligenz bis zum Software Engineering – ab. KR&R ist die Basis jeglicher intelligenter Systeme und wird insbesondere für automatisierte Planung, Datenbanken und im Bereich des Semantic Web eingesetzt. Die Arbeitsbereiche Database and Artificial Intelligence sowie Knowledge Based Systems am Institut für Informationssysteme gehören im Bereich der Wissensrepräsentation zu den weltweit führenden Forschungsinstitutionen. Das spiegelt sich insbesondere in diversen Projekten zur Informationsintegration, Komplexität von Reasoning Methods, ontologischen Wissensverarbeitung, zu Multi-Context Systemen etc. wider. Darunter befinden sich auch prestigeträchtige Fördungen wie ERC Starting Grants, Hertha-Firnberg Programme (FWF), oder Nationale Forschungsnetzwerke (FWF).

International Conference on Knowledge Representation

Die Konferenzreihe zum Forschungsfeld Knowledge Representation ist eine der international wichtigsten Plattformen zum theoretischen und methodischen State-of-the-Art der Wissensrepräsentationsforschung und zum Ideen- sowie Ergebnisaustausch. Bei der diesjährigen Konferenz in Rom von 10. bis 14. Juni wurden von 202 Einreichungen 71 Papers akzeptiert.

Die nächste Knowledge Representation Konferenz wird 2014 an der TU Wien stattfinden.