Informatik, TU Wien

Erster Absolvent der Vienna PhD School of Informatics

Mit Auszeichnung hat Stefan Rümmele vergangene Woche seine Dissertation vor einem internationalen Prüfungskomitee verteidigt und ist somit der erste Absolvent dieser seit 2009 angebotenen Doktorratsausbildung an der Fakultät für Informatik.

Unter dem Titel „The Parameterized Complexity of Nonmonotonic Reasoning“ beschäftigt sich S. Rümmele mit der Fragestellung, inwieweit Fragmente von beweisbar schwierigen komputationalen Problemen effizient berechenbar sind. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit liegt dabei auf Problemen des nichtmonotonen Schließens, einem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz.

Stefan Rümmele absolvierte 2008 das Masterstudium Computational Intelligence an der TU Wien. Für seine Diplomarbeit erhielt er den Distinguished Young Alumnus-Award der Fakultät für Informatik, mit dem die beste Abschlussarbeit des jeweiligen Semesters von einer Fachjury ausgezeichnet wird. Seit 2009 ist er Projektassistent im  Arbeitsbereich Datenbanken und Artificial Intelligence (DBAI) am Institut für Informationssysteme. Im gleichen Jahr wurde er in die Vienna PhD School of Informatics aufgenommen. Das Prüfungskomitee des Rigorosums setzte sich aus Francesco Scarcello (Università della Calabria, Italien), Gerhard Brewka (Universität Leipzig, Deutschland) und Reinhard Pichler (Betreuer, TU Wien und Leiter des Arbeitsbereichs DBAI) sowie dem Vorsitzenden Hannes Werthner (Direktor der Vienna PhD School of Informatics) zusammen.

Das Curriculum der PhD School umfasst die Forschungsbereiche der Fakultät für Informatik und besteht aus Fundamental und Area Courses. Für das dreijährige, englischsprachige Vollzeitstudium erhalten die Studierenden ein Stipendium. Derzeit sind 40 Studierende aus dem In- und Ausland an der PhD School, wobei jährlich maximal 15 Plätze vergeben werden. In diesem Jahr interessierten sich fast 500 BewerberInnen weltweit für die PhD-Ausbildung an der Fakultät für Informatik.