Informatik, TU Wien

Schahram Dustdar neues Mitglied in Academia Europaea

Die großen Forschungserfolge machen Schahram Dustdar zu einem Vorreiter im Bereich der Internettechnologien. Für die kürzlich verliehene Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie waren seine wissenschaftlichen Leistungen ausschlaggebend.

Ehre und Aufgabe zugleich

„Es ist eine Ehre mit hochkarätigen KollegInnen wie Georg Gottlob (TU Wien und Oxford University, UK), Moshe Y. Vardi (Rice University, USA) oder Bruno Buchberger (RISC/Johannes Kepler Universität Linz) genannt zu werden“, freut sich Schahram Dustdar über die kürzlich verliehene Mitgliedschaft, die gleichzeitig eine wichtige und dauernde Aufgabe bedeutet. Diese dürfte ihm als erfahrenen und renommierten Forscher aber dennoch leicht fallen, denn mit seiner Begeisterung für die Wissenschaft schafft er es bei Vorträgen sein Publikum regelrecht anzustecken und zahlreiche JungwissenschafterInnen für eine akademische Laufbahn zu motivieren. Zudem trifft Schahram Dustdar mit seiner Forschung stets den Puls der Zeit: sowohl, wenn es um die (informations-)technologischen Herausforderungen in Smart Cities geht, als auch im komplexen Feld des Cloud Computing.

Schahram Dustdar ist seit 2005 Professor an der Fakultät für Informatik der TU Wien und leitet den Arbeitsbereich Distributed Systems (Institut für Informationssysteme). Aktuell forscht er vorrangig im Bereich Cloud Computing und Elastic Computing. Seine hervorragenden Forschungsleistungen brachten Schahram Dustdar bereits zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen ein. Im vergangenen Jahr erhielt er für seine wissenschaftliche Arbeit den IBM Faculty Award und 2009 wurde er als ACM Distinguished Scientist ausgezeichnet.

Stellenwert von Wissenschaft fördern

Hauptziele der Academia Europaea sind unter anderem, Verdienste von Wissenschaft und Forschung der Öffentlichkeit zu kommunizieren und interdisziplinäre, internationale Forschungsprojekte zu evaluieren. Zudem machen sich ihre rund 3000 Mitglieder zur Aufgabe, nationalen Regierungen beratend zur Seite zu stehen und ihre Erfahrungen an internationale Agenturen aus dem Wissenschafts- und Bildungssektor weiterzugeben. Insgesamt will die Akademie damit auch die Qualitätsstandards in Wissenschaft, Forschung und akademischer Ausbildung entscheidend vorantreiben und mitgestalten.

Die 1988 gegründete Akademie besteht aus 20 Sektionen in den Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften sowie Technik.

Strenges Auswahlverfahren

Eine Mitgliedschaft in der Academia Europaea kann nur auf Einladung durch ein bestehendes Mitglied erfolgen. In einem rigorosen Gutachtungsverfahren, entscheidet die Jury auf Basis der eingereichten Empfehlung und der wissenschaftlichen Leistungen der KanditatInnen, ob die Aufnahme in die jeweilige Sektion gerechtfertigt ist.