Informatik, TU Wien

Der Vienna Summer of Logic geht zu Ende

Erfolgreiche Bilanz der größten Veranstaltung in der Geschichte der Logik: Der Vienna Summer of Logic war nicht nur ein wissenschaftliches Großereignis, er trug auch dazu bei, der Logik-Forschung breite öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.

TU Wien, Presseaussendung 2014, Florian Aigner

Wissenschaftliche Konferenzen gibt es viele, doch so etwas wie der Vienna Summer of Logic hat bisher noch nie stattgefunden. Die TU Wien war zwischen 9. und 24. Juli Schauplatz von zwölf großen Konferenzen und zahlreichen Workshops, die knapp 2500 Logik-ForscherInnen aus der ganzen Welt nach Wien lockten; zusätzlich gab es Podiumsdiskussionen, eine Ausstellung und Vorlesungen für die interessierte Öffentlichkeit; und die ersten „Olympischen Spiele der Logik“ wurden abgehalten. Das große öffentliche Interesse und die Medienresonanz beweisen: Logik ist heute wieder ein wesentlicher Teil des intellektuellen Lebens in Österreich. Wien, die Stadt Kurt Gödels, ist wieder ein wichtiges internationales Zentrum dieses Forschungsgebietes, wie sie das schon in den 1920er Jahren war.

"Ich gratuliere den KollegInnen zum erfolgreichen Verlauf des VSL und bin stolz darauf, dass die TU Wien in Fortsetzung der Wiener Tradition in der Logik Veranstaltungsort der größten wissenschaftlichen Veranstaltung in der Geschichte dieser Wissenschaftsdisziplin und gleichzeitig der bisher größten Informatik-Konferenz Österreichs war“, sagt Prof. Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien.

Reichhaltiges Öffentlichkeitsprogramm

Um einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, wie wichtig Logik heute ist, war ein umfangreiches Öffentlichkeitsprogramm zusammengestellt worden. Neben Public Lectures und einer vielbesuchten Reihe an Podiumsdiskussionen (LogicLounge am Karlsplatz) gab es in der Akademie der Bildenden Künste auch eine Ausstellung über Kurt Gödel und die Ursprünge der Logik in Wien zu sehen.

Mit den Olympischen Spielen der Logik wurde eine neue wissenschaftliche Tradition begründet: In Zukunft soll dieser Wettbewerb, bei dem in zahlreichen Kategorien Logik-Programmcodes gegeneinander antreten, alle vier Jahre abgehalten werden. Die internationale Bedeutung österreichischer Logik-Forschung wurde auch durch ein ausgezeichnetes Abschneiden heimischer Universitäten bei diesen Wettbewerben unterstrichen.

„Ein intellektuelles Freudenfest ersten Ranges“

Zahlreiche prominente TeilnehmerInnen zeigten sich beeindruckt. Prof. Moshe Vardi (Rice University): „VSL'14 was an absolutely amazing scientific event. The richness of this meeting was unparalleled in the history of logic and in my own career. Computer science is typically a fragmented discipline. VSL'14 countered this fragmentation by bringing essentially all events related to logic and computation together to Vienna. The addition of keynotes, plenaries, panels, public lectures, and LogicLounge events, rounded up the meeting and turned it into an intellectual celebration of the first degree.”

Prof. Nachum Dershowitz (U Tel Aviv): „This has been a thoroughly enjoyable and intellectually stimulating mega-gathering of inquiring minds.”

Prof. Orna Grumberg (Israel Institute of Technology, Haifa): „An extremely nice event, very nicely organized, that brought together the best people in everycomputer science domain, related to logic. Thanks!”

Prof. Tobias Nipkow ( TU München): „The most exciting conference I ever attended and a tough act to follow.”

Prof. Rajeev Alur (University of Pennsylvania): „I have been participating in conferences over 25 years now, yet VSL 2014 stands out as the most memorable meeting I have been to. Thanks to record number of participants, breadth of topics covered in its conferences, and scientific depth of the results presented, it will have a long lasting impact. Kudos to the organizers for a flawless execution!

Große Konferenzen: Unverzichtbar für moderne Forschung

Wissenschaftliche Veranstaltungen dieser Größenordnungen lassen sich durch moderne Kommunikation und Online-Communities niemals ersetzen. „Moderne Wissenschaft ist Dialog und Teamarbeit, über Landesgrenzen hinweg. Oft lernt man beim Abendessen und in den Kaffeepausen mehr als in den eigentlichen Vorträgen“, meint Prof. Helmut Veith. Für ihn – einen der Hauptorganisatoren – war der Summer of Logic besonders spannend. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu organisieren ist wie eine Fahrt in der Hochschaubahn“, meint er. „Es ist extrem intensiv, man ist mit allen Sinnen gefordert – und am Ende hat man dann doch das Gefühl, es war viel zu schnell vorbei.“

 

Rückfragehinweis & Aussender:
Dr. Florian Aigner
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
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florian.aigner@tuwien.ac.at