- Überblick — Studien der Fakultät auf einen Blick.
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Bachelorstudium Medizinische Informatik
Das Bachelorstudium Medizinische Informatik verbindet als Integrationsfach die Vermittlung von Schlüsseltechnologien
und technischen Verfahren in Bereichen wie Life Sciences, Software und Requirements Engineering, Visualisierung und Usability, IT-Planung und -Betrieb, Datenschutz und Process Engineering mit der Ausbildung in medizinischen Grundlagen.
NEU:
- Verpflichtende Studieneingangsgespräche für alle StudienanfängerInnen der Bachelorstudien der Fakultät für Informatik.
- Neue Studienpläne ab dem Wintersemester 2011/12.
Ausrichtung
Das Studium greift auf informatisch-technische, medizinische, softwaretechnische, mathematische und formale Grundlagen zurück. Darüber hinaus erfordert die Beschäftigung mit den Fragestellungen der Medizinischen Informatik eine interdisziplinäre Grundausbildung, die auch Wissen und Fertigkeiten in klinischem Denken wie zum Beispiel diagnostische Prozesse und Dokumentation umfasst.
Qualifikationsprofil der AbsolventInnen
Fachliche und methodische Kenntnisse
Das Studium vermittelt grundlegende Kenntnisse im Bereich der Informatik sowie ein kritisches Verständnis ihrer Theorien und Grundsätze. Darauf aufbauend vermittelt das Studium eine Einführung in folgende Gebiete:
- Bioelektrische Signalverarbeitung
- Grundlagen der Medizin
- Life Sciences (Physik, Chemie, Biologie)
- Analyse komplexer Systeme (z.B. physiologischer Prozesse)
- Gesundheitstelematiken
- Integration neuer Technologien im Gesundheitsbereich (z.B. mobile Endgeräte)
- Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung
- Usability und Interaktionsdesign
- Verantwortungsvoller Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit
- Verwendung und Planung elektronischer Gesundheitsakten
- Visualisierung
Kognitive und praktische Fertigkeiten
Durch die praktische Auseinandersetzung mit aktuellen Technologien, Methoden und Werkzeugen (wie modernen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen) werden folgende kognitiven Fertigkeiten vermittelt:
- Einsatz formaler Grundlagen und Methoden zur Modellbildung, Lösungsfindung und Evaluation
- Entwicklung und Umsetzung von Design-Konzepten
- Entwurfs- und Implementierungsstrategien
- Hochwertige Dokumentation und überzeugende Präsentation
- Interdisziplinäre, systemorientierte und flexible Denkweise
- Kritische Reflexion
- Methodisch fundierte Herangehensweise an Probleme, insbesondere im Umgang mit offenen/unspezifizierten Problemsituationen
- Verstehen medizinischer Prozesse
Soziale Kompetenzen, Innovationskompetenz und Kreativität
Der Schwerpunkt liegt hier einerseits auf der Ausbildung berufsnotwendiger Zusatzkompetenzen, andererseits auf der besonderen Förderung hoher Kreativitäts- und Innovationspotentiale.
- Eigeninitiative und Neugierde
- Innovationsfähigkeit durch fundiertes technisches und medizinisches Wissen
- Kenntnisse der eigenen Fähigkeiten und Grenzen, Kritikfähigkeit
- Problemformulierungs- und Problemlösungskompetenz
- Reflexion der eigenen Arbeit und ihrer Wechselwirkung mit dem gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Kontext
- Selbstorganisation, Eigenverantwortlichkeit
- Teamfähigkeit
- Verantwortung in komplexen Projekten oder Tätigkeiten
- Verantwortungsvoller Umgang mit Menschen, beruflichen und sozialen Gruppen in allen Tätigkeiten
Berufsfelder
Tätigkeitsfelder für AbsolventInnen liegen in der Analyse und Entwicklung von Gesundheits-, Informations- und Kommunikationssystemen oder medizinischer Software, in der Analyse und Entwicklung bzw. Adaption von klinischen Prozessen, im Aufbau und Management von IT-Systemen im Gesundheitswesen sowie in der anwendungsorientierten medizininformatischen Forschung.