Informatik, TU Wien

Masterstudium Medieninformatik

Das Masterstudium Medieninformatik verbindet Theorie und Praxis des Forschungsbereichs Human Computer Interaction mit der Vermittlung umfassender theoretischer, methodischer, technischer und praktischer Kenntnisse sowie Fertigkeiten zur Gestaltung, Umsetzung und/oder Evaluation komplexer interaktiver Systeme.

Ausrichtung

Im Studium werden insbesondere neuartige Formen der Interaktion zwischen Menschen und Computer thematisiert (z.B. tangible computing, virtual and augmented reality). Die Medieninformatik beruht auf einer interdisziplinären Herangehensweise, die unter anderem Informatik, Medientheorie, Designwissenschaft und Psychologie integriert.

Qualifikationsprofil der AbsolventInnen

Fachliche und methodische Kenntnisse

  • Theorie und Praxis von Design im Kontext interaktiver technischer Systeme
  • Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Interaktion zwischen Menschen und Maschinen
  • Entwurf und Implementierung spezieller Computer- und Sensorsysteme
  • Nachhaltiges Verstehen von Designtheorie, -denken und -praxis
  • Berücksichtigung sozialer, kognitiver und kultureller Aspekte in der Gestaltung interaktiver Systeme

Kognitive und praktische Fertigkeiten

  • Entwicklung und Einsatz formaler Grundlagen und Methoden zur Modellbildung, Lösungsfindung und Evaluation sowie Wissen um die Grenzen der jeweiligen Herangehensweise
  • Auswahl, Anwendung und Erweiterung von qualitativen, partizipativen und ausgewählten sozialwissenschaft-lichen Methoden
  • Komplexe interdisziplinäre und systemorientierte Herangehensweisen
  • Methodische Fundierung von Herangehensweisen an Probleme, insbesondere im Umgang mit offenen/ unspezifizierten Problemsituationen
  • Beherrschung einer breiten Auswahl an Entwurfs- und Implementierungsstrategien

Soziale Kompetenzen, Innovationskompetenz und Kreativität

Der Schwerpunkt liegt hier einerseits auf der Ausbildung berufsnotwendiger Zusatzkompetenzen, und andererseits auf der besonderen Förderung hoher Kreativitäts- und Innovationspotentiale.

  • Multidisziplinäre Teamarbeit
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit zukünftigen BenutzerInnen und zum Erkennen von deren Problemen
  • Kreativität und Innovationskompetenz
  • Selbstorganisation, Eigenverantwortlichkeit
  • Höhere Problemformulierungs- und Problemlösungskompetenzen
  • Verantwortung in komplexen Projekten oder Tätigkeiten
  • Kenntnisse der eigenen Fähigkeiten und Grenzen, Kritikfähigkeit
  • Reflexion der eigenen Arbeit und deren Folgen im gesellschaftlichen Kontext, sowie Einbeziehung dieser Reflexion in die Gestaltungsarbeit

Berufsfelder

Tätigkeitsfelder für AbsolventInnen liegen in der wissenschaftlichen bzw. industriellen Forschung (z.B. in den Bereichen HCI, Augmented Reality), im Interaction Design, Interactive Media Design bzw. in der Media Art, in der Gestaltung anwendungsorientierter (industrieller) multimedialer Systeme sowie in der Durchführung von Usability-Studien und Evaluationen.

Zentrale Einsatzgebiete der Medieninformatik sind zum Beispiel E-Learning, medizinische Anwendungen, Game-Design, Universal Access, Werbung, Visual Analytics/Informationsvisualisierung. Allerdings ist die Medieninformatik nicht auf diese Bereiche beschränkt, sondern wird zunehmend auch im industriellen Umfeld eingesetzt.

Weiterführende Links