Informatik, TU Wien

Studienbeginn neu: Studieneingangsgespräche für alle StudienanfängerInnen der Informatik und Wirtschaftsinformatik an der TU Wien

Die Fakultät für Informatik der Technischen Universität Wien gestaltet ab dem Sommersemester 2011 den Studienbeginn nach internationalen Vorbildern völlig neu: Künftig müssen alle Studieninteressierten noch vor bzw. zu Beginn ihres Studiums ein Motivationsschreiben verfassen, sowie mit einem Team von zwei ProfessorInnen der Fakultät ein 20minütiges Studieneingangsgespräch führen.

Die neu eingeführten Studieneingangsgespräche (STEG) sind für alle StudienanfängerInnen verpflichtend und müssen bis zum 11. März 2011 absolviert werden. Ziel dieser Maßnahme ist, den Studieninteressierten noch vor der Inskription eine fundierte Entscheidungsgrundlage für oder gegen das geplante Studium zu geben. Daher wird STEG auch bereits ab dem 1. Februar angeboten. Im Studium verankert ist STEG mit  Motivationsschreiben und Gespräch mit den ProfessorInnen als Teil von Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres.

Fundierte Entscheidung für oder gegen ein Studium

An der Fakultät für Informatik beginnen jedes Jahr mehr als tausend Personen eines der fünf angebotenen Bachelorstudien. Diese außerordentlich hohe Anzahl an StudienanfängerInnen stellt eine große Herausforderung für die Lehre dar und bindet einen großen Anteil der für die Lehre zur Verfügung stehenden Ressourcen. Gleichzeitig ist es trotz des in den letzten Jahren von Seiten der Fakultät und der Universität stark ausgebauten Informationsangebots für SchülerInnen nach wie vor häufig der Fall, dass Studierende mit völlig falschen Erwartungen ihr Studium beginnen. Dies führt auf Seiten der Studierenden zu Enttäuschungen und Studienabbrüchen, auf Seiten der Fakultät zu einem suboptimalen Einsatz der ohnehin zu geringen Ressourcen.

Die Gespräche in Verbindung mit dem Letter of Motivation regen die Studieninteressierten zu einer expliziten Reflexion über ihre Studienmotivation an und bieten die Möglichkeit, noch vor der endgültigen Entscheidung für das Studium, durch ein Gespräch mit in Lehre und Forschung ausgewiesenen ExpertInnen (i.e. Professorin/Professor) die Gründe für die Studienwahl und die Erwartungen an das Studium zu überprüfen.

Für eine Teilnahme an STEG ist daher eine Inskription nicht erforderlich.

Ziel ist eine verbesserte Entscheidungsgrundlage für Studieninteressierte zu schaffen und den Lehrenden die Möglichkeit zu geben, in einem persönlichen Gespräch Rückmeldungen und Einschätzungen auszusprechen. Die Studieneingangsgespräche durchbrechen das Massenstudium, indem sie unmittelbar vor/bei Beginn des Studiums den direkten Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden herstellen und somit ein gegenseitiges Kennenlernen und Einschätzen ermöglichen.

Die Gespräche

Die Gespräche werden von jeweils zwei ProfessorInnen der Fakultät geführt. Zusätzlich sind die StudierendenvertreterInnen als BeobachterInnen zu allen Gesprächen geladen. Als Grundlage für die Gespräche müssen die Studieninteressierten bei der Anmeldung zum Termin online ein Motivationsschreiben abgeben. Zusätzlich werden die Studieninteressierten ersucht, Zeugnisse und sonstige das Interesse bzw. die Eignung dokumentierende Unterlagen zum Gespräch mitzunehmen. Am Ende des Gesprächs wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Die Gespräche dauern jeweils 20-25 Minuten und werden im Halbstundentakt zu vorher bekanntgegebenen Terminen ab Anfang Februar bis Mitte März angeboten.

Drei gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium

Die Fakultät für Informatik hat in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um den StudienanfängerInnen möglichst gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen. So werden beispielsweise mit großem Erfolg der BEGINNERS‘ DAY am ersten Tag des jeweiligen Studienjahres sowie der 2-wöchige PROLOG angeboten. STEG erweitert nun dieses Angebot und soll verstärkt dazu beitragen, dass sich motivierte und engagierte Studierende für ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik an der TU Wien entscheiden.