Informatik, TU Wien

749 Studienwerber_innen treten zum Informatik-Reihungstest am 2. September an

Am 2. September treten 749 Kandidat_innen zum ersten Reihungstest für die Bachelorstudien des Studienfelds Informatik an der TU Wien an. Programmier- und Informatikkenntnisse werden nicht abgeprüft und 50 Euro Einsatz werden rückerstattet.

TU Wien News, Bettina Neunteufl

Ab dem Wintersemester 2016/17 stehen an der TU 581 Informatik-Studienplätze zur Verfügung. Diese Zahl hat die Universität in ihren Leistungsvereinbarungsverhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium festgesetzt. "Diese Studienplätze vergeben wir an die künftigen Studierenden mit größter Sorgfalt. Es wäre unverantwortlich, mit begrenzten Ressourcen unbegrenzt Plätze anzubieten. Wir machen niemandem etwas vor", bekräftigt Kurt Matyas, Vizerektor für Studium und Lehre, und damit hauptverantwortlich für das Studienmanagement.

Hintergründe

Die TU Wien führt das zweistufige Aufnahmeverfahren (1. Motivationsschreiben inkl. Onlineregistrierung, 2. Reihungstest) für Bachelorstudien der Informatik und Wirtschaftsinformatik in Abstimmung mit der Universität Wien durch. "Die Technische Universität Wien hat die gesellschaftliche und moralische Verpflichtung, ihren Studierenden ein hohes Niveau und international anerkannte Qualität in Studium und Lehre zu bieten, wofür gute Betreuungsverhältnisse Voraussetzung sind. Es stehen begrenzt Ressourcen zur Verfügung. Daher ist der Reihungstest unter den gegebenen Rahmenbedingungen die einzige Möglichkeit, den Zugang zu einem Informatikstudium zu steuern, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können", erläutert Rektorin Sabine Seidler die Entscheidung des Rektorats. Um die Ernsthaftigkeit der Anmeldungen zu unterstreichen, wurde als Teil der Registrierung ein Kostenbeitrag von 50 Euro eingehoben. Das Aufnahmeverfahren darf aber nicht zulasten der Studienwerber_innen gehen. Deshalb bekommen alle Zugelassenen den entrichteten Kostenbeitrag in Form von Gutscheinen ersetzt.

Derzeit ist der Anteil der prüfungsaktiven Studierenden in der Informatik sehr gering, daher ist mit der aus diesem Verfahren resultierenden Verbesserung der Betreuung auch die Hoffnung verbunden, diesen Anteil signifikant zu steigern und trotz geringerer Anfänger_innenzahlen die Absolvent_innenzahlen zu erhöhen. Absolvent_innen der TU-Informatik sind aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildung seit jeher stark nachgefragt. Mangelerscheinungen auf dem Technik-Arbeitsmarkt soll durch das Studienmanagement und die wissenschaftliche Ausbildung hochqualifizierter Absolvent_innen mittelfristig auch begegnet werden.

Was kommt?

Die Fakultät für Informatik setzt die vielfältigen Ausbildungshintergründe der Studienwerber_innen ganz oben auf die Anforderungsliste. Deshalb werden im Reihungstest keine Programmier- oder Informatikkenntnisse abgeprüft und auch keine Vorerfahrungen mit Computern oder Informatik vorausgesetzt. Vielmehr werden allgemeine Problemlösungskompetenz und schlussfolgerndes Denken sowie Textverständnis überprüft. Zusätzlich werden Inhalte aus einem zur Verfügung gestellten Buch abgeprüft.

Am Tag danach

Die Ergebnisse des Tests und somit die Information, wer aufgenommen ist, stehen spätestens am 12. September fest. Jedenfalls soll eine Evaluierung der Testergebnisse und Studienplatzvergabe nach den Tests sicherstellen, dass die Auswahl diskriminierungsfrei und gendersensibel erfolgt ist. Sollte die Anzahl an Frauen signifikant gesunken sein, werden entsprechende Maßnahmen gesetzt, um einer systemimmanenten Diskriminierung entgegen zu wirken. Basierend auf den Erfahrungswerten bisheriger Aufnahmeverfahren an österreichischen Universitäten wurde das Verfahren möglichst gendersensibel und auf Studienanforderungen basierend erstellt.

Updates finden Sie immer auf der Website der Fakultät für Informatik: http://www.informatik.tuwien.ac.at/aufnahme