Informatik, TU Wien

Lang lebe der Elektromüll?

Olivia Padalewski erhält Förderpreis für Umweltschutz

Stellen Sie sich vor, welche Kräfte es braucht, um das gesamte Empire State Building hochzuheben! Jetzt multiplizieren Sie dieses Gewicht mit dem Faktor 200! Was Sie dann erhalten, ist nicht nur unvorstellbar schwer, das Ergebnis enspricht auch dem geschätzten Gewicht des Elektromülls im Jahr 2017. DI Olivia Padalewski hat im Zuge ihrer Diplomarbeit die Ursachen dieser Entwicklung erforscht, und zeigt mögliche Instrumente zum Gegensteuern auf. Dafür wurde sie nun mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Kleinbetriebe unter Druck

Die Absolventin des Instituts für Gestaltungs- und Wirkungsforschung der Fakultät für Informatik hat die Nutzungsdauer von elektronischen Geräten in Kleinbetrieben untersucht. Für Ihre "herausragende Arbeit zu umweltrelevanten Themen" wurde sie im Dezember mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) im Wiener Rathaus ausgezeichnet. "Anhand von Kleinbetrieben analysiert die junge Wissenschaftlerin die Gründe für den frühen Austausch von Computern und Laptops und bietet Lösungen zur Verbesserung der Nutzungsdauer an", heißt es in der offiziellen Erklärung für den 700 Euro dotierten Förderpreis.

Studien zufolge sind etwa 60 Prozent der verschrotteten PCs funktionstüchtig. Padalewskis Forschung hat ergeben: hohe externe Reperaturkosten, Preisleistungsverhältnis und Wertverlust sowie der Anspruch technischer Innovation gehören mitunter zu den Gründen, warum kleine Organisationen und Betriebe eine verkürzte Nutzungsdauer ihrer elektronischen Geräte in Kauf nehmen würden. 

Das Poster zur Abschlussarbeit von Olivia Padalewski finden Sie in unserer Ausstellung des EPILOG 2016: Zum Poster

Der Bericht zur Nachlese (wien.gv.at)